Autogenes Training

Autogenes Training nach J.H. Schultz

Das Autogene Training ist eine der bekanntesten Methoden zur Selbstentspannung.
Der Begriff autogen (griechisch: autos = selbst, genos = erzeugen) verdeutlicht das wesent-
liche Merkmal der Methode: die Selbstbeeinflussung des Übenden. Das Autogene Training
wurde von dem deutschen Psychiater und Psychotherapeuten Johannes Heinrich Schultz (1884 – 1970) entwickelt und besteht aus sechs aufeinanderfolgenden Übungen.
Bei jeder dieser Übungen wird mit Hilfsformeln in einem bestimmten Teil des Körpers ein
Entspannungszustand hervorgerufen. Ziel des Autogenen Trainings ist es, mittels dieser
autosuggestiver Formeln, positiven Einfluss auf körperliche Prozesse zu nehmen.

Wirkung/Einsatzbereiche

Autogenes Training kann von Stress und Unruhe befreien, das vegetative Nervensystem entspannen und dauerhaft innere Ruhe und Gelassenheit bewirken und damit das körperliche und seelische Wohlbefinden wiederherstellen und steigern.

Zum Einsatz kommt diese Entspannungsform bei Stressempfinden, inneren Unruhezuständen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, bei Verspannungen, verschiedenen Ängsten, zur Linderung psychosomatischen Beschwerden, zur unterstützenden Schmerzbehandlung sowie bei verschiedenen Erkrankungen, wie zum Beispiel Reizdarm, Magenreizungen, Durchblutungsstörungen, Menstruationsbeschwerden, bei hormonellen Störungen und vielem mehr. In der allgemeinen Gesundheitsvorsorge bietet sich Autogenes Training insbesondere in den Bereichen Stresskompetenz, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magen-Darm-Erkrankungen an.

Kurs

Der Gruppenkurs Autogenes Training besteht aus sechs aufeinander aufbauenden
Übungen, die in 8 Kursstunden (je 90 min/Woche) erarbeitet werden.

Die Übungen werden in einer festgelegter Reihenfolge durchgeführt. Bei jeder dieser Übungen wird mit Hilfsformeln in einem bestimmten Teil des Körpers ein Entspannungszustand hervorgerufen. Beispielsweise stellt man sich bei einer der Übungen vor, Arme und Beine wären schwer. Dies führt zu einem tatsächlichen Schweregefühl, was dann den gewünschten Entspannungseffekt auslöst. Durch die intensive Vorstellung von Körperempfindungen mit Hilfe der autosuggestiven Formeln werden reale körperliche Vorgänge ausgelöst. Spannungen werden abgebaut, ein angenehmes Gefühl von Schwere und Wärme stellt sich im ganzen Körper ein und führt zu tiefer Ruhe und Entspannung.
Beherrscht man eine Übung, so kommt die nächste Übung zum Training hinzu bis man alle sechs Teilübungen in einer ca. zehnminütigen Entspannungsübung durchführen kann.
Da die Übungen aufeinander aufbauen, ist eine regelmäßige Teilnahme am Kurs erforderlich. Für spürbaren und anhaltenden Erfolg sollte zwischen den Kursterminen zu Hause täglich geübt werden.

Die besten langfristigen Ergebnisse werden erzielt, wenn man Autogenes Training auch nach Abschluss des Kurses weiterhin regelmäßig einsetzt. Die Übung kann zum festen Teil Ihres Tagesablaufs werden, so dass negativer Stress und daraus entstehende Erkrankungen vermieden werden können.

Körperhaltung beim Autogenen Training

Die Übungen werden im Liegen oder im Sitzen ausgeführt. Wichtig ist, dass die Körper-
haltung bequem ist. Zum Erlernen ist die einfachste Übungshaltung das Liegen auf dem
Rücken. Das Autogene Training kann, wenn es beherrscht wird, überall zum Einsatz kom-
men. Eine bestimmte Körperhaltung ist dann nicht mehr erforderlich.

Hinweise

Für diesen Kurs empfehle ich Ihnen bequeme Kleidung und warme Socken.

Bei schwerwiegenden Erkrankungen, z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Epilepsie, schweren Depressionen oder psychosozialen Symptomen sowie bei Einnahme bestimmter Medikamente, sollten Sie vor der Teilnahme unbedingt Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten.

Autogenes Training –> Kosten und Anmeldung
(Gruppenkurs)

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